Der Obst- und Gartenbauverein Oberisling-Leoprechting
wurde am 21. Januar 1961 gegründet, noch im alten Gasthaus Rieger, 1967 abgerissenen. Bauer Sebastian Luxi war der Initiator und sollte auch den Vorsitz übernehmen. Sein Stellvertreter war der Arbeiter Michael Puff, Schriftführer Karl Kilgenstein. Des Weiteren waren Gründungsmitglieder Richard Biederer (Elektriker), Hermann Rieger (als Gastwirt der Hausherr), Willi Großmann („Dorffriseur“) und Hans Gietl (Schreinermeister).
Die Gründung mit den ersten Mitgliedern wurde auf „Pergament“ (Butterbrotpapier aus dem Laden) geschrieben. Leider ist das Dokument verschollen. Bereits nach einem Jahr übernahm Michael Puff für sechs Jahre den Vorsitz. Auch nachdem er diesen 1968 wieder abgegeben hatte, engagierte er sich mit vielen Aktivitäten für den Verein und die Ortsverschönerung. Unter der Regie des damaligen Bürgermeisters Schmidl fand man als Nachfolgerin Adelheid Palme. Aus ihrer eigenen Obstplantage brachte sie immer wieder Äpfel; ihr Mann brachte viel Fachwissen in Vorträgen ein, genauso Blumengärtner Richard Bendler. Fachleute von außerhalb informierten über Spritzungen, Bekämpfung von Schädlingen, Ortsverschönerung und den Schnitt von Gehölzen. Jährlich gab es einen Faschingsball, aber auch Ausflüge mit teils weit entfernten Zielen. Treffpunkt war manchmal das Gasthaus Obermeier in Leoprechting, meist aber der Riegerwirt.
Beim jährlichen Blumenschmuckwettbewerb wurden die zehn Besten ausgezeichnet, lange auch auf Kreisebene. Mit dreißig bis fünfzig Mitgliedern und Gästen waren die Veranstaltungen gut besucht. Einige Male gab es Wettbewerbe für Kinder: Wer hat die höchste Sonnenblume, den größten Kürbis, das schönste Blumenbeet? Mit dem engagierten Josef Kühnel als Chef wurden Geräte angeschafft, Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft unterstützt und Gartenschauen besucht. So auch unter Hans Artmann und Ingrid Schirrmacher, die beide lange den Verein führten.
2024 fand die bisherige Führung eine neue Mannschaft, die mit Maria Gietl und ihrem Team viel Elan an den Tag legte. Bewährtes wurde fortgeführt, Neues ausprobiert und eingeführt: ein neues Vereinslogo, eine eigene Satzung mit Eintragung ins Vereinsregister, Pflanzentauschbörsen, eine gemeinsame Geburtstagsfeier für die Jubilare des vergangenen Jahres. Mit steigenden Mitgliederzahlen, vor allem aus jungen Familien, sieht sich der OGV für die Zukunft gut aufgestellt. Einen festen Platz im Leben der Dorfgemeinschaft hat er allemal.







